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Die PromotorInnen

Nina
Salmin Florina
Nina: Ich möchte in einem Restaurant in der Küche arbeiten. Ich habe schon als Hilfskraft gearbeitet, Kartoffeln geschält, Teller gewaschen und sonst noch Verschiedenes gemacht. Das war gut. Ich weiß noch nicht wie, aber ich wünsche mir, dass mein Sohn einmal bei mir in Österreich viel lernt. Wenn ich eine Arbeit habe, kann ich den Hort bezahlen.
Salmin: Ich bin Techniker, ich habe die Schule fertig und eine Ausbildung in der Metallverarbeitung gemacht. Ich kann Schweißen, Fräsen etc. In Rumänien habe ich Arbeit gesucht und nicht gefunden, daher lebe ich schon lange hier. Ich spreche Deutsch, Englisch und Rumänisch. Auch ein bisschen Spanisch. Am liebsten möchte ich als Techniker arbeiten. Oder vorübergehend als Gärtner. Ich wünsche mir eine fixe Anstellung und dass sie nicht glauben, dass wir eine Mafia sind. Ich hoffe, dass alle Menschen einmal gleiche Rechte haben.
Florina: Ich möchte am liebsten als Haubesorgerin arbeiten und Stiegenhäuser putzen. Ich verstehe Deutsch und Spanisch und spreche Rumänisch. Ich habe alle Papiere, auch einen Führerschein und würde gerne beruflich mit dem Auto fahren. Selbst hab' ich keines.
Doru Elena
Daniel
Doru: Am liebsten würde ich als Chauffeur oder als Holzfäller arbeiten. Ich bin 24 Jahre alte, habe den B-Führerschein und kann gut zupacken. Auch gut kann ich mir eine Arbeit als Reinigungskraft oder auf einer Baustelle vorstellen. Ich spreche Rumänisch und etwas Deutsch.
Elena: Ich bin Mutter, habe drei Kinder und bin derzeit bei meinen Kindern. Wenn ich weg bin, passt meine Schwester auf sie auf. Vor allem wünsche ich mir, dass mein Bruder Lonuti bald eine Arbeit findet. Er hat in Rumänien auf der Baustelle und als Reinigungskraft gearbeitet. In Österreich hat er bei der Schneeräumung eine vorübergehende Beschäftigung gehabt. Er hat den Führerschein und spricht Deutsch und Rumänisch.
Daniel: Ich bin 21 Jahre alt, bin gelernter Elektromechaniker und habe den B-Führerschein. Ich würde gerne als Gärtner oder mit Autos (z.B. Reifen wechseln) arbeiten. Auch eine Beschäftigung bei der Abfallentsorgung ist für mich vorstellbar. Ich spreche Rumänisch und etwas Deutsch.

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Zufällige Wortspenden

Cornelius  Obonya

Cornelius Obonya

Schauspieler
"Bettler gehören raus, aus der Stadt. Bettelverbot. Klingt so schön klar. Leider. Ich denke, niemand, nicht einmal zum Spaß, sollte irgendjemand diese abartige Idee haben, setzt sich freiwillig bei Hitze oder Kälte, in den Straßenstaub und sieht sich die Menschen von unten an und macht sich dabei auch noch abhängig von der Laune der Leute, dem Wetter, der Krise, oder Nicht-Krise, um einen oder zwei Euro zu ergattern. Ja, ich weiß, es ist nicht einfach tagtäglich an vielen Bettler vorbeizugehen. Aber sie brauchen sichtlich Hilfe, sonst wären sie ja nicht da. Wo sollen Menschen, die gerade keinen anderen Ausweg sehen, denn sonst um Geld bitten, denn von "Bitten" kommt "Betteln" eigentlich, als in den Städten, wo eben andere Menschen vorhanden sind. Sein wir doch ein wenig großherziger, als es unsere Gier nach Sauberkeit und dem nächsten Sonderangebot normalerweise zulassen würde."
Chris Lohner (Foto: Inge Prader)

Chris Lohner

Künstlerin
"niemand von uns weiß, ob er nicht selbst, durch welche umstände auch immer, die hilfe anderer menschen braucht. armut ist keine schande, es ist eine schande, dass es sie in unseren breiten überhaupt gibt. betteln zu kriminalisieren löst nicht die probleme der ärmsten der armen. hilfe ist angesagt, nicht strafe. dies im sinne von VGHW."
User

Dunja Bogdanovic-Govedarica

"Betteln ist keine Straftat sondern für viele Menschen die einzige legale Möglichkeit zu überleben. Der Anblick bettelnder Menschen mag vielleicht belastend sein und manchen den Spass am Shopping verderben, Armut ist jedoch eine Tatsache. Armut ist ein gesellschaftliches Problem und je sichtbarer sie ist, desto eher wird an Strategien zu ihrer Bekämpfung gearbeitet. Tolles Projekt!!"
Kurto Wendt

Kurto Wendt

Autor und Betriebsrat
"Niemand will betteln, aber dürfen müssen alle. Und: ALLE haben das Recht auf ein normales Leben, mit medizinischer Versorgung, Schulbildung und Begegnungen auf Augenhöhe in allen Lebensbereichen!"
Rolando Villazón (Foto: Monika Hoefler)

Rolando Villazón

Opernsänger
"Manche Menschen entscheiden sich aus freien Stücken, auf der Straße zu leben. Der Unterschied zwischen ihnen und uns, die einen festen Wohnsitz haben, liegt in dieser freien Entscheidung. Diese Menschen sind ein Teil unserer Gesellschaft und verdienen unseren Respekt und unsere Akzeptanz. Andere Menschen haben keine andere Wahl, als auf der Straße zu leben. Der Unterschied zwischen ihnen und uns, die einen festen Wohnsitz haben, ist Glück. Diese Menschen sind ein Teil unserer Gesellschaft und verdienen unseren Respekt, unsere Akzeptanz, und unsere Unterstützung."
Clara Luzia (Fotografin: Mirjam Unger)

Clara Luzia

Singer-Songwriterin
"Betteln ist ein Grundrecht. Niemand bettelt freiwillig und Betteln ist harte Arbeit. Eine Kriminalisierung des Bettelns verdrängt Armut in die Unsichtbarkeit, verdrängt aber nicht die Armut selbst. BettlerInnen sind Sand im Getriebe unserer Comfort Zone, weil sie uns vor Augen führen, dass unser Wirtschaftssystem grobe Mängel aufweist. Bettelnde zu bekämpfen hieße, die ÜberbringerInnen der Botschaft zu töten."
Roland Neuwirth

Roland Neuwirth

Autor, Sänger und Komponist
"Betteln ist nicht kriminell. Kriminell ist es, dass Menschen betteln müssen."
User

Veli Cayci

Mitarbeiter www.migrant.at
"Ich habe mir ausgerechnet wenn ich täglich 0,5 bis 1 € Armutsbetroffenen spende, macht das höchstens 30 € monatlich aus. Ich bin dankbar, dass ich Arbeit habe und mir mein Leben leisten kann. Darum gebe ich gern an Menschen, denen es nicht so gut geht. Armut abschaffen, nicht kriminalisieren!!"
User

Kornelia Holzner-Tobisch

Institut für Mittelalterforschung (Österreichische Akademie der Wissenschaften)
"In der ganzen Diskussion bin ich immer wieder überrascht, dass noch immer uralte (nämlich mittelalterliche) Denkmuster den Diskurs bestimmen: der oder die „gute“/“schlechte“ Arme/BettlerIn, stadteigene/stadtfremde BettlerInnen, die räumliche Beschränkung wie generell die Kriminalisierung der BettlerInnen."
Bernhard_Spindler

Bernhard Spindler

Büroleitung SOS Mitmensch
"Der Hinweis auf eine „Bettelmafia“ soll davon ablenken, was die eigentlichen Motivationen und Folgen von Bettelverboten sind. Nicht nur KritikerInnen, sondern auch das eigene Gewissen soll ablenkt werden. Die Begegnung mit Leuten, die weniger Glück im Leben hatten kann unangenehm und lästig sein. BettlerInnen machen soziale Ungerechtigkeit sichtbar. Verdrängt wird, dass die Existenz dieser „Bettelmafia“ bisher nur in diversen Fantasiewelten nachgewiesen wurde. Verdrängt wird auch, dass Bettelverbote ausschließlich BettlerInnen selbst treffen – und nie irgendwelche angeblichen „Hintermänner“. Es freut mich, dass die Leute vom Goldenen Wiener Herz dieses Verdrängen und Ablenken mit ihrer Aufklärungsarbeit schwieriger machen."

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