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Hintergrundinfos und weiterführende Quellen zur Factbox unserers Folders

Hohe Arbeitslosigkeit in Rumänien und Bulgarien

Bis 1989 Aufbau von heimischen Industrien und forcierte Arbeitsintegration besonders von Roma/Romnja, danach Privatisierung und Verkauf der Betriebe an ausländische Unternehmen.
Beispiel: Die ehemals rumänische Automarke Dacia ist heute vollständige Tochter des französischen Renault Konzern.

QUELLEN
Buch: Haupt, Gernot (2009): Antiziganismus und Religion. Elemente einer Theologie der Roma- Befreiung. Wien: Lit, S. 14ff.
Gespräche im Rahmen der Diplomarbeit merk.würdig.arm (http://bettellobbywien.wordpress.com/2014/06/25/merk-wurdig-arm-uber-stereotype-vorurteile-und-selbstbilder-rumanischsprachiger-bettler_innen-in-wien/ ) und weitere Gespräche auf der Straße

‚Brain drain’

QUELLEN
http://www.welt.de/politik/ausland/article124377169/Abwanderung-ist-fuer-den-Osten-eine-Katastrophe.html
http://ardalius.wordpress.com/tag/abwanderung/
http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/magazin/174594/index.html

Fehlende und geringe Sozialleistungen

*Alle Angaben gelten pro Monat und wurden mit einem Wechselkurs von 1 Euro = 4,4 Lei (RON) berechnet, zur Übersichtlichkeit gerundet. Sie stammen aus unten angeführten Quellen. Auf Basis des sozialen Referenzindikators, welcher seit 2008 unverändert geblieben ist, werden staatliche Beihilfen und Förderungen berechnet mit ISR: 500 RON = 115 Euro

QUELLEN

Die beiden letzten Punkte: Invalidenpension und Haushaltsausgaben

Internationale Unternehmen und Landraub in Osteuropa

Ausländische Konzerne besitzen 700.000 Hektar Land in Rumänien.
Folgen:

Beispiele:
Der viertgrößte ausländische Investor Bardeau Holding (mit großer österreichischer Beteiligung) hatte allein im Jahr 2012 über 500 Gerichtsfälle um Nutzungs- und Eigentumsrechte anhängig.
Das österreichische Holzunternehmen Schweighofer besitzt über 11.000 Hektar Wald und wird 2015 ein neues Werk eröffnen. Petitionen und Demonstrationen gegen den befürchteten Raubbau und „den Niedergang der lokalen holzverarbeitenden Betriebe“ konnten dies nicht verhindern.

FIAN Bericht: www.fian.at/osteuropa

Artikel:

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Zufällige Wortspenden

User

Kornelia Holzner-Tobisch

Institut für Mittelalterforschung (Österreichische Akademie der Wissenschaften)
"In der ganzen Diskussion bin ich immer wieder überrascht, dass noch immer uralte (nämlich mittelalterliche) Denkmuster den Diskurs bestimmen: der oder die „gute“/“schlechte“ Arme/BettlerIn, stadteigene/stadtfremde BettlerInnen, die räumliche Beschränkung wie generell die Kriminalisierung der BettlerInnen."
oeh_logo_farbe

Stephanie Marx

ÖH Uni Wien
„Uns begeistert, dass diese Initiative BettlerInnen selbst an der Debatte beteiligt und deren Lebensrealität in den Vordergrund rückt. ‚Stell dich nicht so an – Stell mich an!‘ unterstützt Betroffene und schafft eine Gegenöffentlichkeit rund um das Thema Betteln.“
Chris Lohner (Foto: Inge Prader)

Chris Lohner

Künstlerin
"niemand von uns weiß, ob er nicht selbst, durch welche umstände auch immer, die hilfe anderer menschen braucht. armut ist keine schande, es ist eine schande, dass es sie in unseren breiten überhaupt gibt. betteln zu kriminalisieren löst nicht die probleme der ärmsten der armen. hilfe ist angesagt, nicht strafe. dies im sinne von VGHW."
Das Goldene Wiener Herz

Das Goldene Wiener Herz

Wien-Design-Label
"Für uns war das natürlich naheliegend – das Projekt hat das Potential, das kollektive „Goldene Wiener Herz“ von seiner glänzenden und solidarischen Seite zu zeigen! Möge die Übung gelingen!"
www.dgwh.at
User

Veza Quinhones-Hall

"super sache! danke fuer diese initiative."
Benedikt Föger

Benedikt Föger

Vater in Karenz
"Ich freue mich darüber, dass es in dieser Stadt immer wieder Initiativen gibt, die sich für ein solidarisches Miteinander einsetzen und somit die Lebensqualität und das Zusammenleben aller ein Stück weit verbessern. Bitte mehr davon!"
Annika_Rauchberger

Annika Rauchberger

Studentin
"Bettlerbanden, Bettelmafia, Bettelsyndikate…. Wo man in Wiens Straßen hinblickt scheint das Böse zu lauern! Würde man der aktuellen Debatte in Österreichs Medienzirkus Glauben schenken, sollte man die Straßen und öffentliche Plätze meiden und gar nicht mehr aus den eigenen vier Wänden herauskommen. Sehr schnell werden Meinungen ÜBER Bettler_Innen gebildet- ein Dialog auf Augenhöhe MIT den Frauen und Männern, an denen wir täglich vorüber gehen, fehlt. Betteln dient den Menschen oft die einzige Einnahmequelle, die Entscheidung jemanden zu unterstützen soll mir nicht vom Staat diktiert werden."
User

Erika W.

Lehrerin
Wer möchte schon eine öffentliche Diskussion über seine Tätigkeit - noch dazu in häufig abwertender, gehässiger und ungerechter Diktion - ohne selbst dazu Stellung nehmen zu können.
Daher finde ich den Ansatz die Betroffenen mit einzubinden höchst notwendig.
Kurto Wendt

Kurto Wendt

Autor und Betriebsrat
"Niemand will betteln, aber dürfen müssen alle. Und: ALLE haben das Recht auf ein normales Leben, mit medizinischer Versorgung, Schulbildung und Begegnungen auf Augenhöhe in allen Lebensbereichen!"
Cornelius  Obonya

Cornelius Obonya

Schauspieler
"Bettler gehören raus, aus der Stadt. Bettelverbot. Klingt so schön klar. Leider. Ich denke, niemand, nicht einmal zum Spaß, sollte irgendjemand diese abartige Idee haben, setzt sich freiwillig bei Hitze oder Kälte, in den Straßenstaub und sieht sich die Menschen von unten an und macht sich dabei auch noch abhängig von der Laune der Leute, dem Wetter, der Krise, oder Nicht-Krise, um einen oder zwei Euro zu ergattern. Ja, ich weiß, es ist nicht einfach tagtäglich an vielen Bettler vorbeizugehen. Aber sie brauchen sichtlich Hilfe, sonst wären sie ja nicht da. Wo sollen Menschen, die gerade keinen anderen Ausweg sehen, denn sonst um Geld bitten, denn von "Bitten" kommt "Betteln" eigentlich, als in den Städten, wo eben andere Menschen vorhanden sind. Sein wir doch ein wenig großherziger, als es unsere Gier nach Sauberkeit und dem nächsten Sonderangebot normalerweise zulassen würde."

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