Goldenes Wiener Herz Passantinnen-Beratung Promotorin Promotorin Promotor

Frequently Asked Questions (FAQs)

Wer ist der Verein Goldenes Wiener Herz?

Der Verein setzt sich für Menschen in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen ein. Er unterstützt sie in ihrem Kampf gegen Armut, soziale Ausgrenzung und Ungerechtigkeit. Die Tätigkeiten des Vereins orientieren sich an den Prinzipien „Hilfe zur Selbsthilfe, Einsatz für die Rechte aller, Sichtbarkeit und Information im öffentlichen Raum“.

Was ist die Kampagne „Stell dich nicht so an – Stell mich an!“?

Wir treten gegen sämtliche Bettelverbote auf und informieren über die sozialen Bedingungen, die Leute dazu bringen, betteln zu müssen. Unsere PromoterInnen sind Menschen, die bereits gebettelt haben, sie sind SpezialistInnen und können in ihre neue Rolle als Angestellte der Öffentlichkeit auf Augenhöhe begegnen.

Wer sind die PromotorInnen?

Rumänische und bulgarische StaatsbürgerInnen, die in Wien leben und hier arbeiten wollen.

Wie werden die PromotorInnen ausgewählt?

Wir arbeiten schon länger in/mit der Bettellobby Wien, die seit letztem Jahr ein monatliches BettlerInnen-Jour-Fixe im Amerlinghaus organisiert. Dort sind jeweils auch 30 bis 50 StraßenzeitungsverkäuferInnen und BettlerInnen, die als PromotorInnen in Frage kommen. Je mehr Spenden reinkommen, desto mehr können wir beschäftigen. Ergebnis des Spendenaufrufs Juli/August 2014: Sechs PromotorInnen können angestellt werden!

Wie wird promotet?

Die PromotorInnen verteilen im September und Oktober im öffentlichen Raum Folder, die über die Lebensverhältnisse von Bettelnden aufklären und für ein Ende aller Bettelverbote werben. Die PromotorInnen sind klar durch Jacken und Kappen als Angestellte des „Goldenen Wiener Herz“ erkennbar.

Wie lange werden die PromotorInnen beschäftigt?

Vorerst nur zwei Monate. Wir wollen mit der Aktion „Stell dich nicht so an – Stell mich an!“ einen Best-Practice-Weg aufzeigen, wie der immer schärfer werdenden Kriminalisierung von Armut entgegengewirkt werden kann.

In welchem Beschäftigungsverhältnis stehen die PromotorInnen?

Je nach Arbeitsstunden und Arbeitstagen werden die PromotorInnen über ein befristetes Arbeitsverhältnis oder eine geringfügige Beschäftigung angestellt.

Hinweis: Dieser Punkt wurde am 16.7.2014 um 11:24 Uhr aktualisiert.

Ist es nicht besser, einfach BettlerInnen Geld zu geben, als es euch zu spenden?

BettlerInnen Geld zu geben ist immer gut, weil es 1:1 direkt dort ankommt, wo es dringend benötigt wird. Auch bei uns wird das Geld, das Sie spenden, an unsere PromotorInnen weitergegeben, die dadurch in der Zeit nicht betteln müssen. Die Overhead-Kosten (z. B. Druckkosten, Administration,...) werden durch institutionelle Spenden gedeckt.

Wie kann ich spenden?

Mit 20 Euro bist du dabei!

Ein Arbeitstag kostet 80 Euro.
Du kannst 20, 40 oder 80 Euro spenden. Oder gleich eine ganze Woche, also 400 Euro!
Je mehr Geld im Juli und August reinkommt, desto mehr PromotorInnen können im September und Oktober 2014 beschäftigt werden.
Ergebnis des Spendenaufrufs Juli/August 2014: Sechs PromotorInnen können angestellt werden!

Wo kann ich die PromotorInnen treffen?

Auf Wiens Straßen.

Die drei öffentliche Termine "Gespräche mit PromotorInnen" während WIENWOCHE:

  • Samstag 13.09. (14-17h), Schwedenplatz
  • Donnerstag 18.09. (10-12h), Löwelstraße (hinter dem Burgtheater)
  • Freitag 19.09. (15-18h) Florianigasse/ Albertgasse

Wie erfahre ich Genaueres über die PromotorInnen?

Biogaphische Details, Selbstdarstellungsvideos, Skills, Wünsche und Träume werden hier präsentiert. Sollten Sie für einEn unserer PromotorInnen eine dauerhafte Anstellung bieten können, stellen wir gerne den direkten Kontakt her.

Goldenes Wiener Herz PromotorInnen

Zufällige Wortspenden

Kurto Wendt

Kurto Wendt

Autor und Betriebsrat
"Niemand will betteln, aber dürfen müssen alle. Und: ALLE haben das Recht auf ein normales Leben, mit medizinischer Versorgung, Schulbildung und Begegnungen auf Augenhöhe in allen Lebensbereichen!"
Clara Luzia (Fotografin: Mirjam Unger)

Clara Luzia

Singer-Songwriterin
"Betteln ist ein Grundrecht. Niemand bettelt freiwillig und Betteln ist harte Arbeit. Eine Kriminalisierung des Bettelns verdrängt Armut in die Unsichtbarkeit, verdrängt aber nicht die Armut selbst. BettlerInnen sind Sand im Getriebe unserer Comfort Zone, weil sie uns vor Augen führen, dass unser Wirtschaftssystem grobe Mängel aufweist. Bettelnde zu bekämpfen hieße, die ÜberbringerInnen der Botschaft zu töten."
Alexander Pollak

Alexander Pollak

Pressesprecher SOS Mitmensch
Die Politik sagt, dass sie BettlerInnen duldet, solange diese nur stumm sind, niemandem im Weg stehen, nicht gewerbsmäßig und auch nicht organisiert betteln. Doch Menschen sind keine Fische, die sich stumm durch die Welt bewegen. Menschen sind auch nicht zweidimensional wie ein Blatt Papier, das keinen Raum einnimmt. Menschen sind keine Eintagsfliegen, die am nächsten Tag nicht mehr hilfsbedürftig sind. Und Menschen sind auch nicht EinsiedlerInnen, die keinerlei soziale Kontakte zu Familienmitgliedern oder KollegInnen pflegen. Die Politik hat kein Recht, Menschen zu Fischen, zu Papier, zu Eintagsfliegen oder zu EinsiedlerInnen zu machen. Die Politik und wir alle haben die Pflicht, allen Menschen Chancen und Rechte einzuräumen.
Bernhard_Spindler

Bernhard Spindler

Büroleitung SOS Mitmensch
"Der Hinweis auf eine „Bettelmafia“ soll davon ablenken, was die eigentlichen Motivationen und Folgen von Bettelverboten sind. Nicht nur KritikerInnen, sondern auch das eigene Gewissen soll ablenkt werden. Die Begegnung mit Leuten, die weniger Glück im Leben hatten kann unangenehm und lästig sein. BettlerInnen machen soziale Ungerechtigkeit sichtbar. Verdrängt wird, dass die Existenz dieser „Bettelmafia“ bisher nur in diversen Fantasiewelten nachgewiesen wurde. Verdrängt wird auch, dass Bettelverbote ausschließlich BettlerInnen selbst treffen – und nie irgendwelche angeblichen „Hintermänner“. Es freut mich, dass die Leute vom Goldenen Wiener Herz dieses Verdrängen und Ablenken mit ihrer Aufklärungsarbeit schwieriger machen."
Annika_Rauchberger

Annika Rauchberger

Studentin
"Bettlerbanden, Bettelmafia, Bettelsyndikate…. Wo man in Wiens Straßen hinblickt scheint das Böse zu lauern! Würde man der aktuellen Debatte in Österreichs Medienzirkus Glauben schenken, sollte man die Straßen und öffentliche Plätze meiden und gar nicht mehr aus den eigenen vier Wänden herauskommen. Sehr schnell werden Meinungen ÜBER Bettler_Innen gebildet- ein Dialog auf Augenhöhe MIT den Frauen und Männern, an denen wir täglich vorüber gehen, fehlt. Betteln dient den Menschen oft die einzige Einnahmequelle, die Entscheidung jemanden zu unterstützen soll mir nicht vom Staat diktiert werden."
Eva_Posch

Eva Posch

Psychologin, Lehrerin in der Erwachsenenbildung
"Eine wirklich goldene Initiative, um Armut zu bekämpfen und nicht die Armen, um Solidarität zu zeigen und praktisch solidarisch zu sein mit denen, die sich mit dem Betteln in Österreich selbst Hilfe zu Selbsthilfe leisten ("empowerment", wie das so schön heißt), und um sie bei dieser Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen."
User

Agner Zeßner

Heimhelferin
"'Göttliches, goldene Weanerherz, du bist, I nimms net z´ruck, dem Herrgott sei Masterstuck usw...' (Wienerlied von Franz Paul Fiebrich) - da muss doch Platz sein für Menschen, die in einer aussichtslosen Lage sind, sodass sie nach Österreich kommen um zu betteln."
User

Kathrin Luger

"Bettler*innen dürfen nicht kriminalisiert werden! 
Schön, dass das Goldene Wiener Herz zu schlagen beginnt und damit Bettler*innen hilft, sich aufzurichten und der Öffentlichkeit auf Augenhöhe zu begegnen!"
Christoph Sykora

Christoph Sykora

GPA-Gewerkschafter
"Ich spende, weil ich gegen die Kriminalisierung von Bettlerinnen bin."
Martin Falkner

Martin Falkner

Unternehmer
"Die Politik hat überhaupt kein Rezept gegen Armut. Daher sind solche Privatinitiativen wie die des Vereins Goldenes Wiener Herz umso wichtiger. Gerne unterstütze ich solch sinnvolle Projekte."

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